Psychotherapie
und
Coaching

Verhaltenstherapie: Ziele und Vorgehensweise
In der Verhaltenstherapie werden belastende und problematische Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster aufgedeckt und Schritt für Schritt verändert. Gemeinsam entwickeln wir neue Strategien und Lösungen, die sich direkt im Alltag anwenden lassen.
Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) und die Akzeptanz- und Commitment Therapie (ACT) sind zwei moderne, wissenschaftlich fundierte Therapieansätze aus dem verhaltenstherapeutischen Spektrum. Beide unterstützen Sie dabei, innere Belastungen besser zu verstehen und einen hilfreichen Umgang mit ihnen zu entwickeln.
Während in der kognitiven Verhaltenstherapie der Schwerpunkt stärker darauf liegt, belastende Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen und durch hilfreichere Alternativen zu ersetzen, lädt ACT dazu ein, unangenehme innere Erfahrungen achtsam anzunehmen und das Leben zugleich konsequent an persönlichen Werten auszurichten.
Welche Methode im Vordergrund steht – klassische KVT, ACT oder eine Kombination beider Ansätze – wird gemeinsam mit Ihnen entsprechend Ihrer persönlichen Wünsche und Bedürfnisse ausgewählt.
Was unterscheidet die Verhaltenstherapie von anderen Psychotherapieverfahren?
Die kognitive Verhaltenstherapie ist gegenwarts- und lösungsorientiert. Im Mittelpunkt steht die Arbeit an aktuellen Belastungen mit dem Ziel, konkrete und umsetzbare Lösungen zu entwickeln. Im Vergleich zu anderen Verfahren, wie beispielsweise der Psychoanalyse, richtet sie den Blick deutlich weniger auf die ausführliche Aufarbeitung der Vergangenheit.
Zentral ist dabei der Gedanke der „Hilfe zur Selbsthilfe“: Ziel ist es, Sie darin zu unterstützen, Ihr Leben möglichst bald wieder eigenständig und ohne therapeutische Begleitung gestalten zu können.
Das bedeutet jedoch nicht, dass vergangene Erfahrungen unberücksichtigt bleiben. Sie werden einbezogen, wenn sie zum Verständnis aktueller Muster beitragen oder für die Verarbeitung belastender Erlebnisse, insbesondere traumatischer Erfahrungen, relevant sind.
Akzeptanz- und Commitment Therapie (ACT)
Was ist Akzeptanz- und Commitment Therapie?
Die Akzeptanz- und Commitment Therapie (ACT, gesprochen wie das englische „to act“) ist ein modernes, verhaltenstherapeutisches Verfahren. Sie hilft Ihnen, einen flexibleren Umgang mit inneren Belastungen zu entwickeln und ein Leben auszurichten, das sich stärker an Ihren persönlichen Werten orientiert.
Grundidee: Akzeptanz statt Kampf
ACT geht davon aus, dass ein ständiger Kampf gegen unangenehme Gedanken und Gefühle oft noch mehr Leid erzeugt. Statt Symptome verschwinden zu lassen, lernen Sie in ACT, innere Erfahrungen bewusster wahrzunehmen, ihnen freundlicher zu begegnen und trotzdem das zu tun, was Ihnen im Leben wichtig ist.
Achtsamer Umgang mit Gedanken und Gefühlen
In der Therapie üben Sie, Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen achtsam zu beobachten, ohne sie sofort bewerten oder verändern zu müssen. Methapern, Bilder und kleine Übungen unterstützen Sie dabei, Abstand zu belastenden Grübelschleifen zu gewinnen und sich weniger von ihnen bestimmen zu lassen.
Orientierung an persönlichen Werten
Ein zentrales Element von ACT ist die Frage: „Was ist mir im Leben wirklich wichtig?“ Gemeinsam werden persönliche Werte – etwa in Beziehung, Arbeit, Gesundheit oder persönlicher Entwicklung – herausgearbeitet. Auf dieser Grundlage planen Sie konkrete Schritte, um Ihr Leben mehr in diese Richtung zu gestalten.
Wichtige Merkmale der Akzeptanz- und Commitment Therapie
ACT ist:
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erfahrungsorientiert: Es wird viel mit praktischen Übungen und Achtsamkeit gearbeitet.
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wertebasiert: Im Mittelpunkt steht, wie Sie ein für Sie stimmiges Leben führen können.
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akzeptanzorientiert: Unangenehme Erfahrungen dürfen da sein, ohne dass sie alles bestimmen müssen.
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handlungsorientiert: Es geht darum, trotz innerer Hürden ins Tun zu kommen („commitment“).
Bei welchen Problemen kann ACT helfen?
ACT wird bei einer Vielzahl psychischer Belastungen eingesetzt. Dazu gehören unter anderem depressive Beschwerden, Ängste, Grübeln und Selbstkritik, Stress- und Erschöpfungssymptome, chronische Schmerzen sowie Schwierigkeiten, Entscheidungen zu treffen oder das eigene Leben aktiv zu gestalten. Ziel ist es, inneren Spielraum zu gewinnen und den Alltag wieder bewusster und selbstbestimmter zu leben.
Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)
Was ist kognitive Verhaltenstherapie?
Die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) ist eines der wissenschaftlich am besten untersuchten Psychotherapieverfahren. Sie verbindet die Arbeit an Gedanken (kognitiv) mit der Veränderung von Verhalten (verhaltenstherapeutisch), um psychische Belastungen nachhaltig zu reduzieren.
Grundidee: Zusammenhang von Denken, Fühlen und Handeln
KVT geht davon aus, dass Gedanken, Gefühle, körperliche Reaktionen und Verhalten eng miteinander verbunden sind. Nicht nur die Situation selbst, sondern vor allem die persönliche Bewertung einer Situation beeinflusst, wie es Ihnen geht und wie Sie handeln.
Arbeit an Gedanken
Im kognitiven Teil der Therapie lernen Sie, Ihre automatischen Gedanken, Überzeugungen und inneren Bewertungen bewusster wahrzunehmen. Gemeinsam wird geschaut, welche Denkgewohnheiten Ihr Befinden verschlechtern, und es werden realistischere, hilfreichere Sichtweisen entwickelt, die Ihren Alltag entlasten.
Arbeit am Verhalten
Verhalten ist erlernt – und kann daher auch wieder verändert werden. In der Therapie wird geprüft, welche Verhaltensmuster Schwierigkeiten aufrechterhalten und welche alternativen Strategien Ihnen helfen können. Schritt für Schritt werden neue Verhaltensweisen erprobt, die mehr Stabilität, Handlungsspielraum und Lebensqualität ermöglichen.
Wichtige Merkmale der kognitiven Verhaltenstherapie
Die KVT ist:
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problemorientiert: Es geht um Ihre aktuellen Beschwerden und konkrete Lösungen.
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zielorientiert: Therapieziele werden gemeinsam festgelegt und regelmäßig überprüft.
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transparent: Vorgehen und Methoden werden verständlich erklärt, damit Sie aktiv mitgestalten können.
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auf „Hilfe zur Selbsthilfe“ ausgerichtet: Sie lernen, sich langfristig selbst besser zu unterstützen.
Bei welchen Problemen kann KVT helfen?
Kognitive Verhaltenstherapie wird ebenso wie ACT bei einer Vielzahl psychischer Belastungen eingesetzt. Dazu gehören unter anderem depressive Beschwerden, Ängste, Zwangssymptome, Ess‑ und Schlafprobleme, stressbedingte Beschwerden, sowie Schwierigkeiten im Umgang mit chronischen körperlichen Erkrankungen. Ziel ist es stets, Ihren persönlichen Umgang mit Belastungen zu verbessern.
In einem Erstgespräch können wir einen ersten Eindruck voneinander bekommen, und wir klären Ihre aktuellen Beschwerden, Ziele und Erwartungen.
Es dient dazu, sich gegenseitig kennenzulernen und um festzustellen, ob ein Behandlungs nötig und sinnvoll ist und welche Therapieform dafür geeignet ist.
Ich arbeite in meiner Praxis oder online. Hausbesuche sind in Ausnahmefällen möglich.

Coaching und Beratung
Psychologische Beratung oder Coaching -
was ist der Unterschied?
Psychologische Beratung und Coaching verfolgen etwas beide das Ziel, Menschen in Veränderungs- oder Entscheidungsprozessen zu unterstützen, jedoch mit unterschiedlichen Annahmen, Methoden und Grenzen.
Bei der psychologischer Beratung stehen persönliche Belastungen, Konflikte und Krisen im Mittelpunkt. Im Beratungsprozess geht es darum, Ihre aktuelle Lage sorgfältig zu verstehen, emotionale Reaktionen einzuordnen, Belastungsfaktoren zu identifizieren und Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Der Prozess ist reflexiv und ressourcenorientiert. Ich gebe fachliche Orientierung und fördere Ihre eigene Problemlösungskompetenz, damit Sie selbst fundierte Entscheidungen treffen können.
Coaching (vom englischen "to coach" — lehren, trainieren) ist stärker lehrend und handlungsorientiert. Wenn Sie mit einem konkreten Anliegen kommen - etwa etwa neue berufliche Ziele, Entwicklung von Führungskompetenzen oder Performance-Verbesserung — biete ich ein unterstützendes Setting mit klaren Arbeitsschritten: Analyse des Ausgangspunkts, Entwicklung praktikabler Strategien zur Zielerreichung, konkrete Übungen und ein Umsetzungsplan. Im Coaching präsentiere ich konkrete Vorgehensweisen und Tools, gebe Feedback und begleite das Einüben neuer Fertigkeiten. Es besteht die Möglichkeit zum pferdegestützten Coaching, hier können Sie sehr direkte und ungefilterte Feedbackprozesse erleben.
Beides Beratungsformen können kombiniert werden und sich ergänzen. Gerne klären wir im Erstgespräch, welches Format für Ihr Anliegen passend wäre.
Unterstützung in persönlichen Herausforderungen und belastenden Situationen
Psychologisches Coaching und Beratung unterstützen Sie bei persönlichen Herausforderungen, Belastungen und Krisen. Gemeinsam arbeiten wir Ihre Konflikte oder Veränderungswünsche heraus, suchen nach Lösungen, die zu Ihnen passen, und entwickeln einen Weg, der für Sie gangbar ist. Auf diesem Weg gewinnen Sie mehr Klarheit, neue Handlungsoptionen und häufig auch mehr innere Stabilität im Umgang mit Ihrem Alltag.
Mögliche Themen:
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Veränderung von Verhaltensweisen im Arbeits- und Privatleben
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Reflexion und Analyse von Reaktionsmustern in belastenden Situationen
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Trennungen, Verluste oder andere Einschnitte im persönlichen Leben
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Konflikte im privaten und beruflichen Setting
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Veränderungen im Lebensstil, etwa durch neue Rollen oder Lebensphasen
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Ambivalenzen in wichtigen Entscheidungs- und Übergangssituationen
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Umzug in ein neues, unbekanntes berufliches oder privates Umfeld (Relocation)
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Anhaltende Erschöpfung, Mobbing oder Konflikte am Arbeitsplatz
Diese Auflistung enthält lediglich Beispiele für mögliche Themenbereiche.
Sie bringen Ihr ganz persönliches Anliegen mit.