Notfallpsychologie
Krisenintervention
CISM
Psychosoziale Notfallversorgung

Ich begleite und stabilisiere Einzelpersonen, Teams und Organisationen in akuten oder nachwirkenden Belastungssituationen oder nach traumatischen Ereignissen.
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Meine Arbeitsweise basiert auf aktuellen Erkenntnissen der psychosozialen Notfallversorgung und nicht-klinischer Krisenintervention und versteht sich als Psychologische Ersthilfe.
Die von mir angeboten Maßnahmen sind CISM - Critical Incident Stress Management
(International Critical Incident Stress Foundation, University of Maryland​) und PSNV - Psychosoziale Notfallversorgung.
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PSNV ist die deutsche Variante von CSIM und hat sich daraus ohne eigenständigen Verband entwickelt. Beide Kriseninterventionsmodelle sind in Praxis und Methode weitgehend kongruent, weshalb sie in der Anwendung effektiv austauschbar sind. Ich bin in beiden Vorgehensweisen geschult.
Critical Incident Stress Management - CISM
Ein psychologisches Unterstützungsmodell nach außergewöhnlichen Belastungen
Was ist CISM?
CISM ist ein Interventionsmodell, das Menschen nach stark belastenden Ereignissen frühzeitig stabilisiert und ihnen hilft, akute Stressreaktionen besser zu bewältigen – unabhängig davon, ob der Auslöser im privaten oder beruflichen Umfeld liegt. Entwickelt wurde dieser Ansatz in den 1980er-Jahren von den Psychologen Jeffrey T. Mitchell und George S. Everly.
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Ziel von CISM ist die frühzeitige Stabilisierung Betroffener, das Normalisieren von akuten Stressreaktionen und das frühzeitige Erkennen von Personen, die weiterführende therapeutische Unterstützung benötigen. CISM versteht sich als psychologische Notfall-Ersthilfe und nicht als Ersatz einer Psychotherapie; es dient als Brücke zur weiteren Versorgung, wenn nötig.
Wann wird CISM angewendet?
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Belastende Ereignisse können sehr unterschiedlich sein, haben jedoch gemeinsam, dass sie deutlich über das alltägliche Anforderungsniveau hinausgehen und intensive emotionale Reaktionen auslösen. Dazu gehören Erlebnisse, die mit Bedrohung, Hilflosigkeit, persönlicher Betroffenheit oder schwerwiegenden Konfrontationen einhergehen.
CISM kommt zum Einsatz, wenn ein Ereignis die üblichen Bewältigungsressourcen übersteigt — etwa bei dem plötzlichen Verlust von Kolleg*innen, bei schweren Unfällen, Gewalterfahrungen, Bedrohungs-oder Konfrontationssituationen. Solche Ereignisse rufen oft intensive Emotionen hervor.
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Ohne adäquate Unterstützung können daraus längerfristige psychische Folgereaktionen entstehen, darunter auch eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Oft treten diese Symptome nicht sofort auf, sondern entwickeln sich erst Wochen, Monate oder sogar Jahre nach dem Ereignis. CISM wurde entwickelt, um genau diesen Entwicklungen frühzeitig entgegenzuwirken. Es handelt sich dabei nicht um eine Psychotherapie, sondern um zeitlich begrenzte Interventionen, die Orientierung, Entlastung und Stabilisierung ermöglichen.
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Wie läuft CISM organisatorisch ab?
CISM bildet eine zeitlich gestaffelte Interventionskette mit unterschiedlichen Gesprächsmodellen, die dem Vorfall und den Betroffenen angepasst werden: Es können präventive Schulungen, kurze Informations- und Strukturierungseinheiten unmittelbar nach den Ereignissen, zeitnahe Entlastungsrunden, strukturierte Gruppennachbesprechungen sowie individuelle Einzelgespräche und Follow-ups durchgeführt werden. Dadurch werden akute Reaktionen adressiert und mögliche Risikofaktoren für chronische Belastungen früh erkannt.
Ich arbeite nach dem international anerkannten Standard der icisf (International Critical Incident Stress Foundation) und ich bin CISM-Zertifiziert (Certified Critical Incident Stress Management, CCISM).
Wirkungen und Grenzen
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Zeitnahe CISM-Maßnahmen können akute Symptomlast reduzieren, Orientierung bieten und die Wahrscheinlichkeit chronischer Belastung mindern. Sie ersetzen jedoch keine klinisch-indizierte Psychotherapie, sondern dienen als frühzeitige, niedrigschwellige Intervention.
CISM im organisationalen Kontext
CISM hat sich international etabliert und wird von vielen Organisationen und Unternehmen als Standardinstrument der psychologischen Prävention genutzt. Die Integration in organisationales Krisenmanagement sichert die Handlungsfähigkeit der Mitarbeiter*innen.
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Nutzen von CISM
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CISM bietet eine strukturierte Form psychologischer Erstversorgung, die Mitarbeiter*innen stabilisiert, organisationsinterne Resilienz fördert und zeitnah Risiken identifiziert, bevor sich langwierige Traumafolgestörungen ausbilden. Es ist hinreichend wissenschaftlich belegt, dass zeitnahe Unterstützung und präventive Maßnahmen entscheidend dazu beitragen, langfristigen psychischen Belastungen vorzubeugen und die psychische Gesundheit von Mitarbeiter*innen nachhaltig schützen.
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Gerne erkläre ich Ihnen in einem persönlichen Gespräch, wie eine Verfügbarkeit von Psychosozialer Notfallversorgung / CISM Ihren Mitarbeitern Sicherheit geben kann, und ob eine präventive Schulung von Nutzen für Sie ist.
Ich helfe auch Privatpersonen in psychosozialen Ausnahmesituationen.
Bitte kontaktieren Sie mich in einem Notfall nach 20:00 Uhr über mein Kontaktformular auf meiner Praxis-Informationsseite, und wählen Sie im Auswahlmenü den Punkt "Akuter Notfall".